Terrassenplatten verlegen - Tipps und Tricks

Verwandeln Sie Ihre Terrasse in eine Wohlfühloase! Eine sorgfältige Planung ist dabei das A und O. Die Größe, der Zuschnitt, die Materialien und das Verlegedesign - all das trägt dazu bei, dass Ihre Terrasse Sie und Ihre Gäste begeistert. Wichtig ist auch die richtige technische Umsetzung. Wie Sie Ihre Terrassenplatten perfekt verlegen und worauf Sie achten sollten, erfahren Sie in diesem Artikel.

Vorüberlegungen zu Material und Untergrund

Wenn das Material der Terrassenplatten, wie etwa Feinsteinzeug, für den Terrassenboden feststeht, geht es als Nächstes darum, einen sachgerechten und tragfähigen Unterbau zu wählen. Als Basis empfiehlt sich eine Betonplatte. Darauf können Sie die Platten in ein Mörtelbett legen - oder Sie entscheiden sich für ein Kiesbett oder für eine Verlegung auf Stelzlagern. Für die Verlegung von Platten aus Feinsteinzeug eignen sich alle drei Verlegevarianten.

Terrassenplatten im Mörtelbett verlegen

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Terrassenplatte "Altea Elda Aparci" mit grauen Fugen

 

Auf manchen Grundstücken existiert bereits eine betonierte Fläche, auf der sich die Platten

verlegen lassen. Manchmal bietet es sich sogar an, die Decke der Garage für eine Terrasse zu nutzen. In diesem Fall sollten Sie vom Statiker prüfen lassen, wie sich das zusätzliche Gewicht Ihrer gewählten Platten auf das Gebäude auswirkt.

Die Verlegung im Mörtelbett gilt als die akkurateste Methode.


Dafür sind folgende Arbeitsschritte nötig:

➢ Der Beton muss ein Gefälle von mind. 2% aufweisen. So kann das Regenwasser ablaufen. Für ein ausreichendes Gefälle müssen Sie die Oberfläche im Vorfeld häufig entsprechend spachteln. Um den Unterbeton vor Durchnässung zu schützen, können Sie eine Drainagematte oder eine Isolierschicht einbauen.

➢ Nun bringen Sie eine Schicht Drainagebeton, den sogenannten Einkornbeton, auf. Er weist eine offenporige Struktur auf, durch die das eventuell von oben einfließende Wasser in Richtung Isolierschicht oder Drainagematte abgeleitet wird. Der Drainagebeton wird in einer Stärke von 4 bis 5 cm aufgetragen.

➢ Bestreichen Sie die Platten mit einem speziellen Flexkleber an der Unterseite und legen sie in den noch feuchten Drainagebeton.

➢ Dann klopfen Sie sie - am besten mit einem Gummihammer - vorsichtig in den Beton. Abschließend verfugen Sie die Terrassenplatten mit dem passenden Fugenmaterial.


Fugen:

Füllen Sie die Zwischenräume Ihrer Platten mit dauerelastischer Fugenmasse aus. Diese Methode ist schwieriger, da die Fugenmasse sehr zeitnah verarbeitet werden muss. Lassen Sie die Masse mindestens 24 Stunden lang trocknen. Erst nach etwa 7 Tagen ist sie voll belastbar.

Verlegung im Kiesbett

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Terrassenplatte "Altea Olivo Aparici" auf Splittbett verlegt

 

Schnell und unproblematisch lässt sich die Kiesbettverlegung bewerkstelligen.


Folgende Arbeitsschritte sind nötig:

➢ Wenn der Beton weniger als 2% Gefälle hat, schaffen Sie zunächst durch Spachtelung ein Gefälle.

➢ Anschließend bringen Sie Kiesfangwinkel an. Sie erleichtern die Montageund führen durch ihre Perforierungen das gesammelte Wasser aus dem oberen Belag ab.

➢ Danach fügen Sie eine Drainagematte ein und schaffen eine Abdichtungsebene, die den Beton gegen Feuchtigkeit schützt.

➢ Nun tragen Sie die Splittschicht gleichmäßig in einer Stärke von mindestens 5 cm auf.

➢ Zuletzt legen Sie die Platten auf und drücken sie sanft an. Fugenkreuze helfen Ihnen dabei, eine gleichmäßige Fugenbreite zu erhalten.


Fugen:

Werden die Platten auf einem Kies- bzw. Splittbett verlegt, ist in den meisten Fällen eine lose Verfugung üblich. Dafür nässen Sie die Plattenfläche mit Wasser vor, verteilen Fugenmaterial darauf und arbeiten diesen mit einem Besen oder einem Gummischieber in die Zwischenräume ein. Als Fugenmaterial dienen Sand, Gesteinsmehl, Splitt oder Quarzsand. Bei kleinen Fugenabständen ist es ratsam, mit feinporigerem Fugenmaterial zu arbeiten. Mischungen aus verschiedenen Materialien lösen sich weniger leicht aus den Zwischenräumen, weil sich die unterschiedlichen Partikel ineinander verhaken und das Oberflächenwasser nach unten absickern kann. TIPP: Jäten Sie regelmäßig das Unkraut und füllen das Fugenmaterial nach, das beispielsweise durch Regen aus den Zwischenräumen gespült wird.

Verlegung mit Stelzlagern

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Terrassenplatte "Etic pro rovere" auf Stelzlagern verlegt

 

Besonders einfach ist das Verlegen der Terrassenplatten auf Stelzlagern. Hier sollte eine Höhe von 10 cm nicht überschritten werden. Je fester und gleichmäßiger der Untergrund ist, desto stabiler wird die Konstruktion.


Folgende Arbeitsschritte sind nötig:

➢ Beginnen Sie die Verlegung in einer Ecke. Dazu werden die Stelzlager auf die benötigte Höhe eingestellt und mithilfe einer Wasserwaage kontrolliert. Dann verlegen Sie die erste Platte. Mithilfe einer Handsäge lassen sich Stelzlager anhand ihrer vorgefertigten Rillen auch an Kanten und Ecken anpassen.

➢ Anschließend richten Sie die Platten wieder mithilfe einer Wasserwaage in die gewünschte waagrechte oder leicht abfallende Stellung ein. Spezielle Nivellierscheiben dienen dazu, die Stelzlager korrekt einzurichten. Die Höheneinstellung lässt sich ganz einfach mit dem Einstellschlüssel vornehmen. 

➢ Für einen perfekten Randabschluss können Sie spezielle Rand-Abschluss-Clips verwenden.

Unsere ausführliche Anleitung entdecken Sie hier.

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Praktische Verlegehilfen: Stelzlager-Einstellschlüssel, Randklammer/Wandabstandshalter und Plattenheber

Fugen:

Bei der Verlegung von Stelzlagern entstehen offene Fugen und das Regenwasser läuft in den doppelten Boden.

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