Fliesen schneiden & bohren - so geht´s!

Nachdem die Hauptfläche mit Fliesen verlegt wurde, geht es an die Feinarbeit. Es gilt Ecken und Abschlüsse, vielleicht sogar Löcher in Fliesen sauber hin zu bekommen. Grundsätzlich wird für unterschiedliche Fliesen, speziell was deren Größe, Härte und Stärke anbelangt, passendes Werkzeug benötigt. Sie brauchen - je nach Fliese & Projekt - zum Schneiden und Bohren folgendes:  Bohrmaschine oder Winkelschleifer, Fliesenbrechzange, elektrischen oder mechanischen Fliesenschneider, Fliesenlochzange. Achten Sie immer darauf, hochwertiges Werkzeug zu benutzen, es lohnt und bringt bessere Ergebnisse.

Wie schneidet man Fliesen sauber zu?

Zeichnen Sie gerade Schnitte mit einem Zollstock auf die Fliesen. Mit dem Fliesenschneider an der gekennzeichneten Linie die Fliesenoberfläche mit leichtem Druck anritzen. An der entstehenden Sollbruchstelle mit Brechzange oder der entsprechenden Vorrichtung am Fliesenschneider einfach abbrechen. Beim Trockenschnitt immer nur einmal über die anzuritzende Fliese fahren, sonst bricht sie ungleich aus.

Für XXL-Fliesen - spezielle Fliesenschneidgeräte verwenden

Für das Schneiden großformatiger XXL-Fliesen, die oft nur 6 mm stark sind, können Sie ein manuelles Fliesenschienen-System, z.B. den RUBI Slim Cutter oder eine Handkreissäge mit Diamantblättern, wie z.B. den TC-180 von RUBI, verwenden. Diese Handkreissäge wurde speziell für das Schneiden von XXL-Fliesen entwickelt und kann sowohl nass (Schlauchanschluss), als auch trocken (Staubsaugeranschluss) arbeiten. Wie das Fliesenschienen-System funktioniert, sehen Sie hier:

Wie schneidet man am besten Ecken und Rundungen?

Etwas aufwändiger als ein gerader Schnitt ist es, Ecken und Rundungen z. B. an der Toilette im Bad, Rohrdurchführung, Drückerarmatur, Steckdosen, passgenau zu schneiden. Unser Profi-Tipp: Vorab eine Schablone, z.B. aus Pappe, anfertigen, anhalten und übertragen. Für Rundschnitte brauchen Sie einen Einhand-Winkelschleifer (Flex), jeweils natürlich mit Fliesensägeblatt - mit geschlossenem Rand für feine Schnitte und glasierte Fliesen oder mit segmentierter Diamanttrennscheibe für hartes Feinsteinzeug und rauere Oberflächen. Auf glasierten Fliesen können Sie mit einem Bleistift zeichnen, aber Achtung bei unglasierten Fliesen, bei Marmor, Granit und Terrazzo, hier darf keinesfalls ein Bleistift verwendet werden, da das Graphit in das Material eindringen kann und nicht mehr entfernbar ist. Bei dunklen Fliesen kann beispielsweise ein weißer Bleistift verwendet werden.

Rand- und Eckenfliesen müssen Sie fast immer zuschneiden. Auch hier ist genaues Ausmessen und Aufzeichnen des benötigten Fliesenteils wichtig. Um eine sehr exakte Schnittkante des Passstücks zu erhalten, ist der Schnitt mit einem Fliesenschneider empfehlenswert. Fliese einlegen, sie liegt rutschfrei fest und schneiden. Abschließend lassen sich kleine Unebenheiten noch mit Fliesenlochzange (Papageienschnabel) und Abschleifen mit feinkörnigem Wetzstein beseitigen. Unser Profi-Tipp: wenn Sie Ausschnitte ausschneiden wollen, empfiehlt es sich, vorab in jede Ecke zu bohren, damit die Spannung aus der Platte geht. Die Gefahr des Reißens wird dadurch vermindert und die Arbeit somit erleichtert.

Der Fliesenschneider "Topline" von Kaufmann 

Möchten Sie exakte gerade Schnitte bei Bodenplatten, Fliesen und Mosaiken aus Glas, Steingut, Steinzeug oder Feinsteinzeug ausführen? Dann empfehlen wir bis zu einer Fliesenlänge von 1,20 m den "Topline" Fliesenschneider mit Stahlgrundplatte. Diese professionelle Fliesenschneidmaschine gibt es in der Robust-Ausführung mit Schnittlängen von 720 mm920 mm oder 1250 mm. Dauerhafte, präzise, wartungsfreie Kugellagerführung und eine solide Führungsstange sorgen für genaue Schnitte. Ein Schneidrad aus Hartmetall (z. B. Titan) mit 20 mm Durchmesser garantiert beste Schneidergebnisse. Verstellbarer Anschlagwinkel (45 und 90 Grad) mit 340 mm Skalierung und Trapezführung ergänzen die Ausstattung. Die arretierbare Brechvorrichtung erzeugt eine hohe Druckkraft. Gefederte Auflageflächen und rutschfeste PVC-Füße bringen Komfort und Sicherheit. 

 

Fliesen bohren ist mit dem richtigen Werkzeug kinderleicht

Werkzeuge sind Bohrmaschine oder Winkelschleifer mit einem Hohllochbohrer mit Diamantbesatz, z.B. Easy Gres oder Bohrkronen, beides von Rubi. Dabei ist die Ritzhärte nach Mohs, die von 1 (Talk) bis 10 (Diamant) geht, für die Wahl des Bohrers entscheidend. Feinsteinzeug ist mit Härtegrad 8 beispielsweise eine der härtesten Fliesenarten. Grundsätzlich gilt: beim Fliesen bohren die Schlag- und Hammerfunktion der Bohrmaschine abschalten, um Schäden zu vermeiden. Unser Profi-Tipp: Kennzeichnen Sie die zu bohrende Stelle und kleben Mallerkreppband darüber, dies verhindert das Abrutschen des Bohrers oder der Bohrkrone.

Diamant-Trockenbohrkronen gibt es für das Erstellen von Wasseranschlüssen in Küche und Bad z. B. mit 35 mm Durchmesser. Für Schalter, Steckdosen und Verteiler eignen sich z. B. Bohrkronen mit 65 mm Durchmesser. Bohren Sie mit geringem Druck und niedriger Drehzahl. Die Bohrmaschine unbedingt schräg ansetzen und dann zum Durchbohren in den rechten Winkel drehen. So können Absplitterungen durch Verkantung vermieden werden. Ganz wichtig ist beim Fliesen bohren das Kühlen, wenn Nassbohrer verwendet werden. Unser Profi-Tipp: einen feuchten Schwamm in die Mitte des Bohrers zur besseren Kühlung einsetzen. Niemals Nassbohrer trocken verwenden.

Bei FliesenProfi können Sie den Kaufmann Fliesenschneider "TOPLINE" in allen Größen kaufen oder für 20 €/pro Tag leihen. Auch der Nassschneider von Kaufmann kann für 40 €/pro Tag geliehen werden. 

 

FliesenProfi haftet nicht für fehlerhafte Anwendung.

 

 

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